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Montag, 16. Juli 2018
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Geneigte Leser,

ich möchte an dieser Stelle ein Hohelied auf die Sinnlosigkeit singen. Hauptsächlich aus zweierlei Gründen. Der erste ist naheliegend. Für das, was ich hier in schöner Regelmäßigkeit schreibe, werde ich schon lange der Sinnlosigkeit bezichtigt. Und das völlig zu Recht! Der zweite Grund indes ist eher ein gefühlter. Kann es sein, dass all die Wichtigtuer unserer Tage die Welt mit überflüssiger Ernsthaftigkeit aufblasen? Mit Eitelkeiten, Imponiergehabe, mit Neurosen, Narzissmen und anderen Pflänzchen aus dem Psychogarten? Der Therapeut ist auch nur ein Knecht des Systems. Er spricht all diese Machtbesoffenen Banker, Bosse, Chef-Sadisten entweder frei: „So ist nun mal das kapitalistische Wolfsgesetz. Alternativlos!" Da könne man nichts machen. Oder er verschreibt ihnen ein paar nutzlose Pillen, an denen er und das Pharmakartell wahnsinnig gut verdienen. Und so bleibt es dabei, der Kapitalismus frisst sich gerade selbst, und nicht einmal der Therapeut will helfen. Dabei wäre es doch so einfach. Womit ich zurück beim eingangs erwähnten Singen des Hohelieds wäre. Meines Erachtens nach bräuchte man diesen ganzen Macht-Irren doch nur immer mal wieder eine ordentliche Dosis Sinnlosigkeit verschreiben. Hilft tipptopp gegen aufgeblasene Ernsthaftigkeit und ist in allen erdenklichen Variationen on- wie offline beziehbar. Ein außerordentlich gelungenes Beispiel aus der Apotheke der Sinnlosigkeiten ist dieser Fall hier: Nicht minder hübsch ist das, was ein gewisser Samuel auf Facebook wissen will: „Kennt ihr vielleicht irgendeinen Bauernhof", will er wissen, „wo man Fleisch von Spendertieren bekommt?" Er wolle Vegetarier werden, aber nicht gleich so hardcore, schreibt er und fährt fort: „Ich dachte, es gibt vielleicht so Tiere, denen man z. B. nur so ein Bein abnimmt, diese aber weiterleben dürfen. Also mit Prothese vielleicht." Nein, lieber Samuel, das wissen wir nicht. Aber Spender-Hirne wird es vielleicht bald ... Ach, das ergibt doch alles keinen Sinn! Hochachtungsvoll, der Anstaltsleiter!


Eike Käubler


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