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Mittwoch, 16. Januar 2019
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Das letzte Wort - November 2018

Das letzte Wort in diesem Monat hat die Eventmanagerin Simone Dake. In ihrem Portfolio gibt das beliebte Rudolstadt-Festival aber auch das musikalische und menschliche Erbe ihres leider viel zu früh verstorbenen Mannes Peter „Cäsar" Gläser 

Frau Dake, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass …
… die Gentrifizierung zu schnell ihren Lauf nimmt. Diverse Handlungen und Konsequenzen daraus hinterlassen bei mir teilweise Kopfschütteln und Fragezeichen. Ein aus meiner Sicht zu rasantes Wachstum lässt unter anderem Grünflächen verschwinden und Mietpreise in die Höhe treiben. Die über Jahre entstandenen wertvollen subkulturellen Einrichtungen weichen nach und nach großen Investoren-Entscheidungen. Die Straßen sind voll, die Menschen werden immer hektischer und überholen sich teilweise selbst. Die Zeit scheint oftmals zu knapp für ein durchdachtes, bewusstes Handeln. Das ärgert mich!

Was muss sich ändern?
Ich nehme zunehmend Meckerer und frustrierte Gesichter wahr. Die Einstellung, nichts ändern zu können und der Blick „nur auf sich selbst" darf nicht überhandnehmen.Ich würde mir wünschen, dass die Leipzig-Menschen sich treu bleiben, anpacken, bewegen, Impulse setzen. Eine aktive Mitgestaltung des Stadtbildes und -lebens geht uns alle an. Gleich, ob Ur- oder zugezogener Leipziger, wir alle und die nachfolgenden Generationen profitieren vom Erhalt und der Weiterentwicklung von Werten und Inhalten, von sportlichen, kulturellen und gemeinschaftlichen Plätzen.

Wie würden Sie Leipzig beschrei-ben, für den, der die Stadt nicht kennt?
Dynamisch und brodelnd. Wir sind offen und herzlich, politisch, belesen, sportlich, grün und radfreundlich. Kreativität trifft auf Wirtschaft, Wirtschaft auf Geschichte. Das Großstadtflair ist geprägt vom gestandenen Sachsen, den kreativen Triebfedern bis hin zum aufstrebenden Global Player. Leipzig bietet eine im Verhältnis zur Einwohnerzahl bemerkenswerte Infrastruktur für Kultur, Freizeit und Tourismus. Es macht mir große Freude, in dieser Stadt zu leben und zu wirken. Hier schlummert ein so großes Potential in all seinen Facetten. Leipzig ist mein Zuhause.

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?
Freie Zeit verbringe ich noch immer sehr gern in der Sauna mit angrenzendem See, ich genieße das gemeinsame Brunchen oder ein leckeres Getränk mit Familie und Freunden in einer der zahlreichen entspannten Lokalitäten. So richtig wohl und angekommen fühle ich mich aber auch in meiner Wohnung inmitten des schönsten Gründerzeitviertels, im Waldstraßenviertel. Hier zwitschern in der Stadt am Morgen die Vögel und am Abend brüllen die Löwen aus dem Zoo. Ich sitze mittendrin in den Stadion-Jubelstürmen der Fußball- und Konzertfans und bin umgeben von netten Menschen aller Generationen. 

An welchen Ort in der Stadt würden Sie Besuch von außerhalb indes nie führen?
Den Ort, an den ich meinen Besuch nicht hinführen würde, kenne ich – noch – nicht. Ich stimme das Sightseeing auf die Interessen ab. Nicht im Fokus habe ich den Leipziger Osten, weil ich diesen für mich noch nicht entdeckt habe. Mit Sicherheit jedoch würde ich die großen Shoppingmalls in und um Leipzig meiden und ihn lieber in die individuellen und kleineren Geschäfte führen. 

Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft?
An Ideen und Visionen mangelt es wahrlich nicht. Aber erst einmal widme ich mich mit meinem Team der Weiterentwicklung und Realisierung der aktuellen Projekte. Wir sind die neuen Initiatoren des MUT Deutschlands, dem Leitkongress für Unternehmer. Gemeinsam mit der Autorin Monika Lakomy schreiben wir die Geschichten um den „Traumzauberbaum" weiter und stecken außerdem inmitten der Vorbereitungen für ein besonderes Konzert zu Ehren Cäsar Peter Gläser. Im Oktober vor 10 Jahren ist er verstorben und im Januar 2019 wäre er 70 geworden.


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Das letzte Wort - Oktober 2018

in diesem Monat hat die Fantasy-Bestseller-Autorin Amanda Koch. Seit 17 Jahren in Leipzig lebend, macht sie sich hier Gedanken zur Stadt

Frau Koch, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass …
 Diesen Satz kann ich so nicht beenden. Denn mich regt nichts auf. Ich habe Vertrauen, dass alles zu seiner Zeit und in der Geschwindigkeit geschieht, in der eine gemeinsame Stadtpolitik und auch die Bewohner bereit sind, Projekte und Maßnahmen zum Wohle aller umzusetzen. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun. Es ist pures Vertrauen und zwar in die Menschen, die sich bewusst entscheiden, in der Stadt zu leben, um dort gemeinsam erreichen zu können, wofür sie stehen. 

Was muss sich ändern?
 Das Bewusstsein eines jeden Einzelnen von uns. Dann werden wir uns besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Wenn jeder versteht, dass Veränderung nicht von außen kommen kann, sondern ihren Ursprung in uns selbst hat, dann wird sich etwas verändern. Doch solange in uns ein Mangelbewusstsein vorhanden ist, wird es arm und reich geben, wohlhabende Stadtteile neben weniger begüterten.
Ein erster Schritt kann das bewusste Beobachten sein: Was geschieht in der unmittelbaren Nähe? Was umgibt uns? Damit würden wir als Erstes sehen, dass wir die uns umgebene Natur brauchen. Und damit wären wir uns einer regionalen Versorgungsmöglichkeit bewusst. Wir würden uns einen fairen Austausch von gesunden Gütern zwischen der Stadt mit dem Umland wünschen. Die Region wäre uns wichtig. Nicht nur die Stadt.

Wie würden Sie Leipzig beschrei-ben, für den, der die Stadt nicht kennt?
 Als eine lebendige, quirlige und moderne Stadt, in der viele junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben und damit die Stadt nicht nur in der Archi-tektur oder Kultur prägen. Leipzig ist eine Stadt mit einem vielfältigen Kulturangebot, eine Stadt, die durch Grünflächen, Parks oder durch die entstandene Seenlandschaft ihre Wohlfühlattraktivität verbessert hat. Hier gibt es viele Menschen, die anders denken und die offen sind, für Veränderungen zum Wohle aller. 

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?
 Da gibt es mehrere. Je nachdem, was ich gerade lebe. Wenn ich im Schreiben eines Romans versinke, dann brauche ich Stille und Ruhe, die Energie des Wassers an den Seen, die Kraft des Waldes in den Parks oder am Rande der Stadt. Wenn ich Sehnsucht nach Gesellschaft habe, dann bin ich sehr gern in der Innenstadt unterwegs. Mich zieht es auch ab und an auf die Karli. Sie ist für mich eine Straße großer Lebendigkeit und Vielfalt. Zudem gibt es auf der Prager Straße ein Haus, auf dessen Fassade steht: Wer liest, denkt selbst und begreift die Welt. Dieser Satz macht mich ein wenig stolz, in einer Stadt zu leben, in der solch wertvolle Gedanken sichtbar gemacht werden.

An welchen Ort in der Stadt würden Sie Besuch von außerhalb indes nie führen?
 Dorthin, wo ich mich nicht wohlfühle und es mich nicht hinzieht.

Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft?
 Dass die Menschen glücklich leben und beginnen, selbst etwas dafür zu tun. Indem sie hinterfragen, und nicht andere verantwortlich machen, wenn sie nicht glücklich sind, sondern sich selbst reflektieren. Und dazu gehört auch das Lesen. Es gibt Bücher, die sind wie ein Spiegel. Blicken wir hinein, können wir uns selbst erkennen. Das ist auch ein Grund, warum ich nicht mit dem Schreiben aufhören möchte. Auf mystische Weise flechte ich hier und da Botschaften ein. Ich möchte gern weiter in Leipzig Yoga unterrichten und die Menschen damit ein wenig heller erstrahlen lassen.



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