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Sonntag, 05. September 2010

Das Leben ist zu lang

Das Leben ist zu lang
Deutschland 2009, Regie: Dani Levy,mit Markus Hering, Meret Becker,Veronica Ferres, 86 Min.

Der jüdische Filmemacher Alfi Seliger steckt in einer Rundum- Krise: Seine pubertierenden Kinder Romy und Alain finden ihn lächerlich, seine Ehefrau Helena wäre froh, sie fände ihn nur lächerlich, seine Bank geht insolvent und sein neues Filmprojekt stößt nur schwer auf Gegenliebe. Alfi gerät immer tiefer in ein Netz
von Verschwörungen. Natasha, die spielwütige Gattin des Produzentenmoguls stellt ihm genauso nach, wie der einstige deutsche Weltschauspieler Georg Maria Stahl. Aus Freund wird Feind, aus Hoffnung wird Paranoia und als ihm selbst sein Psychiater rät, seinem Leben ein Ende zu machen, versucht Alfi Seliger einen theatralischen Abgang. Aber wie es sich für einen geborenen „Nebbich“, einen liebenswerten Versager, gehört, misslingt ihm selbst das – er überlebt sein Koma und erwacht nur scheinbar in seinem alten Leben.
u.a. ab 23. September in der Schauburg Leipzig


Jud Süss – Film ohne Gewissen

Jud Süss – Film ohne Gewissen
Deutschland/ Österreich 2010, Regie: Oskar Roehler, mit Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, 120 Min.

Berlin 1939: Der aus Österreich stammende Schauspieler Ferdinand Marian sieht die Chance, seine stotternde Karriere wieder in Gang zu bringen, als Joseph Goebbels persönlich ihm die Hauptrolle im NS-Propagandafilm „Jud Süß“ anbietet. Gleichzeitig hat er große Bedenken und weigert sich zunächst, weil er nicht auf jüdische Rollen festgelegt werden will. Doch Goebbels übt Druck aus und Marian gibt nach – mit dem
Glauben, er könne die Rolle so spielen, dass der böse Hauptdarsteller zum Sympathieträger wird. Doch auch diese Absicht macht sich der Film geschickt zunutze und steigert sogar noch dessen Wirkung auf die Massen. Oskar Roehler wagte das umstrittene Projekt, die Entstehungsgeschichte des Films nachzuzeichnen.
ab 23. September in den Passage Kinos


Ich – einfach unverbesserlich

Ich – einfach unverbesserlich
USA 2010, Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud, Sergio Pablos, 95 Min.

Gru, die Hauptfigur dieses großartigen Animationsfilms, ist ein echter Oberschurke: böse, fies und gemein. Er glaubt, dass ihm nichts mehr am Herzen liegt, als Unfrieden zu stiften und der Menschheit den Tag zu vermiesen. Gru lebt mit seiner Mutter in einem schwarzen Haus in einer klischeehaften Vorstadtidylle. Zwischen hübschen Anwesen, gepflegten Gärten und fröhlichen Straßen hat er es sich gemütlich gemacht.
Sein Haus passt dabei so gar nicht dort hinein. Das düstere Anwesen hat nur einen verdorrten Rasen zu bieten. Sein wahres Reich aber verbirgt sich tief darunter, in seiner weit verzweigten unterirdischen Geheimfestung. Mit einer ganzen Armee von kartoffelförmigen Zwergwesen, „Minions“ genannt, schmiedet er seine weltweiten Schurkenstreiche. Er plant gerade die absolute Krönung: die Entführung des Mondes!
ab 30. September in den Passage Kinos


Bill-Douglas-Trilogie

Bill-Douglas-Trilogie
Großbritannien 1972-1978, Regie: Bill Douglas, 180 Min.,OmU

Der bekannte schottische Filmemacher Bill Douglas zeichnete mit dieser Trilogie seine verlorene Kindheit und Jugend in einem Bergarbeiterdorf nach. In eindringlichen Bildern, ohne viele Dialoge, skizziert er seine Erinnerungen an ein Aufwachsen in ärmlichen Verhältnissen und die grausamen Erfahrungen eines vernachlässigten Kindes: ein Leben von der Hand in den Mund, der Verlust geliebter Menschen und Tiere, das Abgeschobenwerden zu immer entfernteren Verwandten, Ausbrüche von Verzweiflung und Gewalt. Mit kleinem Budget und Laienschauspielern in seinem Heimatort gedreht, gehen die Filme in ihrer Form über klassische Werke des sozialen Realismus hinaus.
2. und 3. September, jeweils 20 Uhr in der Cinémathèque Leipzig in der naTo



Moon

Moon
USA 2009, Regie: Duncan Jones, mit Sam Rockwell, Kaya Scodelario, Dominique McElligott, Matt Berry,
97 Min,OmU

Sam Bell hat seinen Arbeitsplatz auf dem Mond: Seit fast drei Jahren ist er für das Unternehmen Lunar Industries Ltd. auf der Mondbasis Selene stationiert, um dort den maschinellen Abbau des Gases Helium-3 zu überwachen. Das Gas deckt rund siebzig Prozent des Energiebedarfs der Erde. Was nach einem glamourösen Job klingt, ist für Sam Routine geworden. Ihn beschäftigt vor allem seine bevorstehende Rückkehr zur Erde und damit zu seiner Frau und der Tochter. Zwei Wochen vorher geschehen jedoch seltsame Dinge und eine Routinekontrolle geht schief. Lunar Industries schickt einen bewaffneten Aufklärungstrupp und Sam wird klar, dass der Konzern ganz andere Vorstellungen von seiner Zukunft hat.
4. bis 7. September, jeweils 22 Uhr in der Cinémathèque Leipzig in der naTo


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