Die politische Sommerpause ist vorbei. Im Leipziger Rathaus wird derzeit fieberhaft am Haushalt für das Jahr 2011 gearbeitet – ein schweres Unterfangen bei den klammen Kassen. „Sparen an allen Ecken“ lautet die Devise, schließlich klafft noch immer eine 54-Millionen-Euro-Lücke in den aktuellen Haushaltsplanungen. FRIZZ Das Magazin sprach mit Finanzbürgermeister Torsten Bonew über die finanzielle Lage der Stadt, über Prioritäten und mögliche Sparmaßnahmen.
Wir sind Letzter. Im Ranking der deutschen Großstädte ist Leipzig die ärmste Metropole Deutschlands. So hat es das Statistische Bundesamt anhand des Pro-Kopf-Einkommens errechnet.Demnach ist mehr als jeder vierte Leipziger von Armut bedroht,weil er weniger als den von der EU festgesetzten Grenzwert von 787,- Euro im Monat zur Verfügung hat. Und die Armut-Tendenz ist steigend:Während vor drei Jahren das Armuts- Risiko in Leipzig noch bei 24 Prozent lag, sind nun 27 Prozent der Leipziger laut Statistischem Bundesamt von Armut bedroht. FRIZZ Das Magazin sprach mit Prof. Dr. Bernd Süßmuth, Dozent für Volkswirtschaftslehre und Leiter des Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung (IEW) der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, über die Armutsgefahr in Leipzig und die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt.
Was bedeutet es nun, arm zu sein in Leipzig? Ist die Gefahr, in der Messestadt zu verarmen, größer als in anderen Städten? Prof. Dr. Georg Vobruba (62 Jahre), Soziologie-Professor und Experte für Sozialpolitik, sagt: „Nein.“ FRIZZ Das Magazin sprach mit dem Österreicher, der seit 1992 an der Soziologie-Fakultät der Universität Leipzig arbeitet.