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Montag, 16. Juli 2018
: Musik :: „Musik muss grooven“ :

Maike Lindemann, in Leipzig lebend, ist eine der weiblichen Stimmen der derzeitigen Pop- Durchstarter Voxid. Weltweit agierend ist die Band jedoch nicht das ganze Leben. Da ist sogar noch ein Fitzelchen Privatheit, wie sie im FRIZZ-Gespräch verrät



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Guten Tag, Frau Lindemann. Sie singen bei Voxid mit, dem A-cappella- Wunder aus Leipzig, inklusive Weltauftretereien. Wohin geht es denn zur Zeit?


Wie es sich für den Sommer gehört, geht es nun erstmal raus auf die Festivalbühnen. Wir freuen uns riesig auf zwei Konzerte zur besten Spielzeit beim großartigen Rudolstadt-Festival. Außerdem kommen wir endlich mal in meine Heimat, das Ruhrgebiet, und spielen dort auf der Extra-Schicht in Mülheim. Ein Festival, welches eine Nacht lang die Industriekultur im ganzen Pott bespielt. Für das Frühjahr 2019 ist eine Clubtour quer durch Deutschland in Planung. Wir arbeiten außerdem intensiv daran, mal wieder über die Landesgrenzen hinaus die Bühnen zum Kochen zu bringen. In der Zeit dazwischen probieren wir neue Songs und experimentieren mit Sounds. Mal gucken, wo diese Reise hingeht.


Die Fachpresse jubelt ja über das neue Album. Jubeln denn auch die Menschenmassen?


Na klar! Und das tut ganz schön gut, nach all dem Herzblut, was in unsere Debütplatte „Shades of light" geflossen ist. Wir freuen uns vor allem, dass in erster Linie unsere Musik, unsere Songs, unser Groove gefeiert wird und erst in zweiter Instanz, die Faszination, dass all dem die menschliche Stimme zugrunde liegt. Wir verstehen uns einfach als Musiker, die mit den Instrumenten, welche sie nun mal am besten beherrschen, Musik machen. Und die muss einfach grooven, die muss bewegen und einen mitnehmen. Im Idealfall körperlich und emotional. Deshalb machen wir Musik und das scheint anzukommen. Es einfach „nur" als a cappella zu betiteln, wird dem nicht gerecht. Auch live wird reichlich gejubelt. Wir hatten ein wunderbares, emotionsgeladenes Releasekonzert im Werk II in Leipzig vor vollem Haus. Es ist leider im Vorfeld gar nicht so einfach, Menschen zu überzeugen, dass fünf Stimmen plus Effekte soviel Alarm machen können. Aber wenn sie uns dann live erleben, sind sie eigentlich immer begeistert.


Im Veranstaltungsplaner des Schauspiel Leipzig für die nächste Saison sah ich Sie in groß. Sind Sie also auch hier aktiv? Was machen Sie denn am hohen Hause?


Wir sind als Voxid singend und spielend Teil der Produktion „König Ubu/Ubu Prozess" in einer Inszenierung von Claudia Bauer. Ein herrlich groteskes Stück. Thematisch näher am aktuellen Weltgeschehen, als einem lieb ist. Sehr unterhaltsam, wenn man diesen derben, dunklen Humor mag. Es macht auf jeden Fall einen Riesenspaß auf der Bühne. Die Theaterbühne ist doch eine andere als die der Musik und bringt andere Herausforderungen mit sich. Vor den Proben war somit auch noch nicht klar, wie intensiv wir schauspielerisch beteiligt sein werden. Das hat sich tatsächlich erst währenddessen ganz organisch entwickelt. Dass wir nun soviel mit über die Bühne staksen und zappeln, freut mich sehr! Ich hoffe doch, dass dies nicht der letzte Ausflug auf eine Theaterbühne war.


Wie funktioniert dies denn so zeitplanerisch?


Der Probenprozess ging über zwei Monate und war schon eine organisatorische Herausforderung für uns alle. Neben dem alltäglichen Freiberuflichsein und der Arbeit für Voxid hatte man plötzlich einen Vollzeitjob am Theater. Mittlerweile steht das Stück aber und es gibt nur vereinzelte Aufführungen. Also der übliche Wahnsinn mit der Terminorganisation.


Und das Privatleben? Geht das nicht etwas unter?


Freiberufliche Musikerin sein ist immer ein Balanceakt zwischen vielen Stühlen. Das gehört dazu. Und dazwischen bastelt man dann eben noch das Privatleben. Davon gibt es dann phasenweise eben mal mehr, mal weniger. Gute Freundschaften halten so was aus, und da schätze ich mich sehr glücklich, solche zu haben. Ein wenig Spontanität kann auch nicht schaden. Zwischendurch auf ein Mittagessen hier, abends nochmal bouldern und ein kurzer Trip zum See, so was versuche ich doch regelmäßig unterzubringen. Aber es gibt auch Zeiten, in denen das über mehrere Wochen nicht drin ist. Da freu’ ich mich dann, dass ich größtenteils nur mit Kolleginnen arbeite, mit denen man auch so eine gute Zeit verbringen kann. Und wir bei Voxid lieben uns sowieso und sehen uns auch oft außerhalb der Arbeit.


A cappella heißt ja doch etwas mehr proben als bei Schrammelpunk. Wann ist denn Zeit für Stille?


Zwischen dem Ganzen muss auch immer wieder Platz für Stille sein. Ohne Stille geht bei mir irgendwann gar nichts mehr. Und wenn sich mal ein freies Wochenende oder zumindest ein Tag dazwischenschiebt, setze ich mich aufs Rad und zelebriere die Natur. Klingt kitschig, ist aber so: Nur aus der Stille kann bei mir etwas Neues entstehen. Mit Voxid nehmen wir uns kurz vor dem Konzert einen stillem Moment zu fünft, um uns gegenseitig wahrzunehmen und zu spüren. Und dann geht’s los!

www.www.voxidmusic.com


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